mediCuba Europa

Abgeschlossene Projekte

Ausbau der Fachabteilungen für das Einsetzten von Cochlea-Implantaten und komplexe Ohrchirurgie

Hörverlust ist die am weitesten verbreitete Behinderung der Welt. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) benötigen mehr als 5 % der Weltbevölkerung, d. h. 430 Millionen Menschen, aufgrund einer behindernden Schwerhörigkeit Rehabilitationsleistungen (432 Millionen Erwachsene und 34 Millionen Kinder). Schätzungen zufolge werden bis zum Jahr 2050 mehr als 700 Millionen Menschen (d. h. jeder Zehnte) davon betroffen sein.

Die Prävalenz von Hörbehinderungen sowohl weltweit als auch in Kuba macht sie zu einem Problem der öffentlichen Gesundheit. Deshalb ist die Einführung eines integrierten Hörgesundheits- und Kommunikationsmanagements, das die Organisation und Verwaltung der Dienste sowie die Ausbildung der Humanressourcen berücksichtigt, ein grundlegender Faktor, um eine gute Lebensqualität für Menschen mit Hörbehinderungen zu erreichen. Um eine positive Wirkung zu erzielen, müssen die Störungen frühzeitig und rechtzeitig erkannt werden, um die Sprachentwicklung, die Kommunikation, die schulischen Leistungen und die soziale Integration des hörgeschädigten Kindes sowie seiner Familie zu fördern.

Bei Kindern fällt eine Schwerhörigkeit stärker auf, da sie die kognitive, emotionale, psychosoziale und sprachliche Entwicklung sowie die späteren beruflichen und sozialen Leistungen direkt beeinflusst.

Allgemeines Ziel:

Gewährleistung einer frühzeitigen und rechtzeitigen Diagnose von Hörkrankheiten oder -defekten, um die Rehabilitation von Sprache und Gehör bei Kindern in Havanna, Villa Clara, Holguín und Santiago de Cuba zu fördern. 

Ort: La Habana, Villa Clara, Holguín y Santiago de Cuba

Reichweite: National

Laufzeit: 5 Jahre

Zielgruppe: Alle Neugeborenen in den ausgewählten Provinzen, alle implantierten Kinder und Jugendlichen, hörgeschädigte und taubblinde Kinder.

Begünstigte des Projekts:

  • Rund 50.000 Neugeborene in den Provinzen Havanna, Villa Clara, Holguín und Santiago de Cuba würden von einem universellen Screening auf Hörstörungen profitieren.

  • 3218 hörgeschädigte Kinder, 510 implantierte Kinder und 542 taubblinde Kinder aus dem ganzen Land.

  • 159 kubanische Gesundheitsfachkräfte verschiedener Fachrichtungen, die Teil des multidisziplinären Teams sind: u. a. pädiatrische Logopäden, Spezialisten für Neonatologie, Krankenschwestern für Neonatologie, HNO-Spezialisten, Logopäden und Phoniater, Neurophysiologen und Genetiker.

Gesamtbudget des Projekts (einschliesslich lokaler Beteiligung): 214'000 CHF

Budget mCS-Beitrag zum Projekt: 100'000 CHF