mediCuba Europa

Auswirkungen der Blockade auf Kuba

Der lange Arm Washingtons: USA blockieren Überweisung von mediCuba-Suisse (2004)

Im Sommer 2004 spürte mediCuba-Suisse unmittelbar die Auswirkungen der US-Blockade. Eine Banküberweisung von mediCuba in die USA wurde von den US-Behörden blockiert.

Auf Wunsch unserer Partner für das Projekt Prävention HIV/Aids beauftragten wir ein amerikanische Präventionsexpertin mit der Evaluation der ersten Phase des Projekts. Die Amerikanische Fachfrau hatte jahrelang für UNAIDS gearbeitet und war in dieser Funktion auch schon in Kuba tätig gewesen. Die in New York lebende Amerikanerin nahm unseren Auftrag freudig an, mit grossem Interesse reiste sie nach Kuba erledigte die Arbeit zusammen mit den kubanischen Fachleuten und Projektverantwortlichen.

Als wir ihr das Honorar und die Spesen auf ihr Konto in den USA überweisen wollten, bekamen wir von der Bank eine schlechte Nachricht: Die US-Behörden wollten wissen, ob diese Zahlung etwas mit Kuba zu tun habe. Dies konnten wir mit unserem Namen und unserer Bestimmung schlecht leugnen! Das Geld wurde also in den USA blockiert, die Expertin nahm sofort einen Anwalt. Nach monatelangem Prozess konnte sie mit unserer Unterstützung geltend machen, dass sich ihre Arbeit in Kuba auf ein Projekt der internationalen Zusammenarbeit bezog, die Bevölkerung begünstigte und nicht etwa die kubanische Regierung. Sie hatte Glück - es hätte auch anders kommen können. Theoretisch hätte sie mit einer hohen Geldstrafe und / oder gar Gefängnis bestraft werden können. In der Folge wurde das Geld an mediCuba-Suisse zurücküberwiesen.